Übersicht
Prostatakrebs - Was nun?
Die Lage der Prostata
Welche Funktion hat die
Prostata?
Warum entsteht
Prostatakrebs?
Wie kann man Prostata-
krebs behandeln?
Wie weit ist der Krebs
fortgeschritten?
Wie aggressiv ist der Krebs?
Hat sich der Tumor bereits
ausgedehnt?
Welche Therapie ist für mich
die richtige?
Wie soll ich mich
entscheiden?
Was sollte man
außerdem tun?
Wer kann mir weiter helfen?
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Welche Therapie ist für mich die richtige?

Strahlentherapie
Eine Alternative zur Operation ist die Bestrahlung des Tumors. Da der Prostatakrebs strahlenempfindlich ist, können die Tumorzellen durch energiereiche Strahlung geschädigt werden. Die Zellen sterben ab und der Tumor bildet sich zurück. Für die Bestrahlung existieren zwei grundsätzlich verschiedene Techniken:

In der Regel wird die betroffene Region von außen bestrahlt. Um dabei möglichst zielgerichtet arbeiten zu können, werden mittels Computertomographie zunächst die genaue Lage und Größe der Prostata bestimmt. Der Strahlentherapeut passt dann das Strahlenbündel genau der Ausdehnung der Prostata an. Die Bestrahlung erfolgt normalerweise über sechs bis sieben Wochen an fünf Tagen pro Woche.
Es gibt auch die Möglichkeit, die Strahlenquelle direkt im Tumor zu platzieren (Brachytherapie). Entweder werden Hohlnadeln in die Prostata gelegt, durch die für kurze Zeit radioaktive Strahler gebracht werden, oder man pflanzt Kapseln mit radioaktiven Substanzen (so genannte Seeds) direkt in die Prostata ein. Diese bleiben im Gewebe und geben dort ihre Strahlen nach und nach ab. Bei den verschiedenen Varianten der Brachytherapie ist die Kostenübernahme mit den Krankenkassen abzuklären.

Eine Kombination von äußerer und innerer Bestrahlung ist möglich, ein Vorteil dieser Kombination konnte jedoch bisher nicht gezeigt werden.

       
  Da der Prostatakrebs strahlenempfindlich ist, können die Tumorzellen durch energiereiche Strahlung geschädigt werden. Die Bestrahlung kann von außen oder innen erfolgen.    
       

Völlige Impotenz tritt unter einer Strahlentherapie seltener auf als nach der Prostataoperation. Allerdings kann die Erektionsstärke infolge der Bestrahlung nachlassen. Auch Stuhl- oder Harninkontinenz können durch Strahlenbehandlung hervorgerufen werden. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Entzündungen von Darm oder Blase, die normalerweise jedoch vorübergehender Natur sind.

Wie nach der Operation sollte auch nach der Bestrahlung bei ungünstiger Ausgangslage eine adjuvante Hormontherapie durchgeführt werden. Ist die Prostata vor Beginn einer Strahlentherapie sehr groß oder der Tumor lokal fortgeschritten und/oder sehr aggressiv, wird der behandelnde Arzt eine vorherige, so genannte neoadjuvante Hormontherapie empfehlen, bestehend aus einem Antiandrogen (Tablette) und einem LHRH-Analogon (Spritze). Es gibt Studien, die nachweisen, dass eine vorher, während und nach der Strahlentherapie begleitende Hormonblockade zu einer insgesamt längeren Überlebenszeit des Patienten beiträgt.