Übersicht
Prostatakrebs - Was nun?
Die Lage der Prostata
Welche Funktion hat die
Prostata?
Warum entsteht
Prostatakrebs?
Wie kann man Prostata-
krebs behandeln?
Wie weit ist der Krebs
fortgeschritten?
Wie aggressiv ist der Krebs?
Hat sich der Tumor bereits
ausgedehnt?
Welche Therapie ist für mich
die richtige?
Wie soll ich mich
entscheiden?
Was sollte man
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Welche Therapie ist für mich die richtige?

Operation der Prostata
Das Ziel einer operativen Therapie besteht in der vollständigen Entfernung des Tumors. Dazu müssen sowohl die Prostata als auch die angrenzenden Samenbläschen entfernt werden. Entweder vor oder während der Prostataoperation werden zusätzlich die Lymphknoten des Beckens entnommen und mikroskopisch auf Krebszellen hin untersucht. Sind sie nicht befallen, ist das eine gute Voraussetzung für eine dauerhafte Heilung.

Es gibt verschiedene Operationstechniken, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten: Bauchschnitt, Dammschnitt, Laparoskopie (Schlüssellochtechnik).

Die Techniken haben sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert, so dass Nebenwirkungen heute geringer und seltener sind. Dennoch muss man sich noch mit unerwünschten Nebenwirkungen auseinandersetzen. Die Erfahrung und Sorgfalt eines Operateurs spielt für den Erfolg der Operation und damit auch für das Ausmaß der Nebenwirkungen eine wesentliche Rolle.

       
  Die Erfahrung und
Sorgfalt eines Operateurs
spielt für den Erfolg
der Operation und
damit auch für das
Ausmaß der
Nebenwirkungen
eine wesentliche
Rolle.
   
       

Nach der Entfernung der Prostata stellt der operierende Arzt die Verbindung von Harnröhre und Blase wieder her, damit die Blasenentleerung normal möglich ist. Die meisten Patienten haben nach der Operation eine vorübergehende Störung beim Wasserlassen, die sich aber in der Regel durch ein Training der Beckenbodenmuskulatur in absehbarer Zeit normalisiert. Bei 10 bis 30 Prozent der Patienten kann allerdings in unterschiedlichem Schweregrad eine Inkontinenz auftreten. Das heißt, die Entleerung der Harnblase ist nicht immer bewusst steuerbar und es kann (z.B. bei Husten oder Niesen) zu ungewolltem Harnverlust kommen. Bei 3 bis 5 Prozent der operierten Patienten erreicht die Inkontinenz ein Ausmaß, welches durch die Implantation eines künstlichen Schließmuskels korrigiert werden kann.

Bei den meisten Patienten ist nach der Operation die Fähigkeit zur Versteifung des Gliedes beeinträchtigt (Erektile Dysfunktion/Impotenz). Das liegt darin begründet, dass in der Regel nur in sehr frühen Tumorstadien die für die Erektion wichtigen Gefäße und Nerven bei der Operation erhalten werden können. Das sexuelle Verlangen ist davon jedoch nicht betroffen. Ein Orgasmus kann auch ohne Versteifung des Gliedes erlebt werden. Ist die Erektion nach der Operation nicht mehr möglich, können Medikamente oder technische Hilfsmittel in vielen Fällen zu einem erfüllten Sexualleben beitragen. Eine frühzeitige, regelmäßige Stimulierung des Penis ist wichtig, um die Fähigkeit zur Erektion nicht zu verlieren. Die Entfernung der Prostata kann wegen ihrer Bedeutung für die sexuelle Identität des Mannes auch psychische Auswirkungen haben. Das sollte man bei der Entscheidung für diese Therapieoption bedenken. Bei günstigen Voraussetzungen verspricht die Operation jedoch eine gute Aussicht auf dauerhafte Heilung.

Die Ausgangslage ist ungünstiger, wenn z.B. die Lymphknoten befallen sind, die Tumorzellen besonders aggressiv sind oder der Tumor die Prostatakapsel bereits durchbrochen hat. Dann besteht die Gefahr, dass Krebszellen zurückbleiben und die Krebserkrankung nach einigen Jahren erneut ausbricht. Besonders in diesen Fällen macht es Sinn, zusätzlich zur Operation Maßnahmen zu ergreifen, die dieses Risiko verringern. Studien haben gezeigt, dass dies durch eine so genannte adjuvante Hormontherapie gelingt.