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| Welche Therapie ist für mich die richtige? |
Operation der Prostata
Das Ziel einer operativen Therapie besteht in der
vollständigen Entfernung des Tumors. Dazu müssen sowohl die Prostata
als auch die angrenzenden Samenbläschen entfernt werden. Entweder vor oder
während der Prostataoperation werden zusätzlich die Lymphknoten des
Beckens entnommen und mikroskopisch auf Krebszellen hin untersucht. Sind sie
nicht befallen, ist das eine gute Voraussetzung für eine dauerhafte Heilung.
Es
gibt verschiedene Operationstechniken, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten:
Bauchschnitt, Dammschnitt, Laparoskopie (Schlüssellochtechnik).
Die
Techniken haben sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert, so dass Nebenwirkungen
heute geringer und seltener sind. Dennoch muss man sich noch mit unerwünschten
Nebenwirkungen auseinandersetzen. Die Erfahrung und Sorgfalt eines Operateurs
spielt für den Erfolg der Operation und damit auch für das Ausmaß der
Nebenwirkungen eine wesentliche Rolle.
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Die Erfahrung
und
Sorgfalt eines Operateurs
spielt für den
Erfolg
der Operation
und
damit
auch für das
Ausmaß der
Nebenwirkungen
eine wesentliche
Rolle. |
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Nach der Entfernung der Prostata stellt der operierende
Arzt die Verbindung von Harnröhre und Blase wieder her, damit die Blasenentleerung
normal möglich
ist. Die meisten Patienten
haben nach der Operation eine vorübergehende
Störung beim Wasserlassen, die sich aber in der Regel durch ein Training
der Beckenbodenmuskulatur in absehbarer Zeit normalisiert. Bei 10 bis 30
Prozent der Patienten kann allerdings in unterschiedlichem Schweregrad eine
Inkontinenz auftreten. Das heißt, die Entleerung der Harnblase ist
nicht immer bewusst steuerbar und es kann (z.B. bei Husten oder Niesen) zu
ungewolltem Harnverlust kommen. Bei 3 bis 5 Prozent der operierten Patienten
erreicht die Inkontinenz ein Ausmaß, welches durch die Implantation
eines künstlichen Schließmuskels
korrigiert werden kann.
Bei den meisten Patienten ist nach der Operation
die Fähigkeit zur Versteifung des Gliedes beeinträchtigt (Erektile
Dysfunktion/Impotenz). Das liegt darin begründet, dass in der Regel
nur in sehr frühen Tumorstadien die für die Erektion wichtigen
Gefäße
und Nerven bei der Operation erhalten werden können. Das sexuelle Verlangen
ist davon jedoch nicht betroffen. Ein Orgasmus kann auch ohne Versteifung
des Gliedes erlebt werden. Ist die Erektion nach der Operation nicht mehr
möglich,
können Medikamente oder technische Hilfsmittel in vielen Fällen
zu einem erfüllten Sexualleben beitragen. Eine frühzeitige, regelmäßige
Stimulierung des Penis ist wichtig, um die Fähigkeit zur Erektion nicht
zu verlieren. Die Entfernung der Prostata kann wegen ihrer Bedeutung für
die sexuelle Identität des Mannes auch psychische Auswirkungen haben.
Das sollte man bei der Entscheidung für diese Therapieoption bedenken.
Bei günstigen
Voraussetzungen verspricht die Operation jedoch eine gute Aussicht auf
dauerhafte Heilung.
Die Ausgangslage ist ungünstiger, wenn z.B. die Lymphknoten
befallen sind, die Tumorzellen besonders aggressiv sind oder der Tumor die
Prostatakapsel bereits durchbrochen hat. Dann besteht die Gefahr, dass Krebszellen
zurückbleiben
und die Krebserkrankung nach einigen Jahren erneut ausbricht. Besonders in
diesen Fällen macht es Sinn, zusätzlich zur Operation Maßnahmen
zu ergreifen, die dieses Risiko verringern. Studien haben gezeigt, dass dies
durch eine so genannte adjuvante Hormontherapie gelingt.
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