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Lieber Patient,
Ihr
Arzt hat bei der Untersuchung Ihrer Prostata Krebs festgestellt. Schock, Angst,
Niedergeschlagenheit
und Verstörtheit sind vermutlich
die ersten Gefühle, die diese Diagnose bei Ihnen
ausgelöst hat.
Wahrscheinlich sind Sie völlig unvorbereitet auf diese Situation und
wissen
nicht,
wie Sie Ihre Lage einschätzen sollen und was die Krankheit für Ihre
Zukunft bedeutet.
In dieser schwierigen Lebenssituation sollen Sie auch
noch eine Entscheidung treffen, die für
den Rest Ihres Erdendaseins
Ihr Leben beeinflussen wird: Für welche Therapie sollen Sie sich
entscheiden?
Mit
diesen Gefühlen stehen Sie nicht alleine da. In Deutschland erkranken jährlich
rund
32.000 bis 38.000 Männer neu an Prostatakrebs. Damit ist der Krebs
der Vorsteherdrüse in
Deutschland die häufigste Krebserkrankung
des Mannes.
Wir möchten Ihnen Mut machen, denn die Diagnose Prostatakrebs
ist kein Todesurteil. Statistiken
belegen, dass der Prostatakrebs zu den
Krebsarten mit den höchsten Überlebensraten
zählt. Frühzeitig
erkannt sind die Chancen auf dauerhafte Heilung inzwischen sehr gut. Dank
moderner
Therapiemöglichkeiten kann man auch in fortgeschrittenem Stadium mit dem
Krebs
leben, ihn häufig lange unter Kontrolle halten und mit ihm,
nicht an ihm sterben.
Wichtig ist jetzt, dass Sie zusammen mit den Sie behandelnden Ärzten
eine Entscheidung erarbeiten
und die Frage klären: "Wie soll der Prostatakrebs
bei mir behandelt werden?" Lassen Sie
sich ausreichend Zeit für die
Beantwortung dieser Frage. Informieren Sie sich umfangreich über
Wirkungen,
Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der verschiedenen Therapiemaßnahmen.
Das
Prostatakarzinom ist normalerweise ein langsam wachsender Krebs. Sie sind also
nicht
gezwungen, vorschnell eine Therapieentscheidung zu treffen.
Sprechen
Sie mit Ärzten, die für die verschiedenen Therapieoptionen Spezialisten
sind.
Sprechen Sie mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe. Bitten
Sie Ihre Berater um
Informationsmaterial und lernen Sie Ihre Krankheit kennen.
So können Sie mit dem Arzt Ihres
Vertrauens am Ende dieses Prozesses
die für Sie richtige Therapie auswählen.
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Wolfgang Petter
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| Vorsitzender des Bundesverbandes
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| Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
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