Übersicht
Prostatakrebs - Was nun?
Die Lage der Prostata
Welche Funktion hat die
Prostata?
Warum entsteht
Prostatakrebs?
Wie kann man Prostata-
krebs behandeln?
Wie weit ist der Krebs
fortgeschritten?
Wie aggressiv ist der Krebs?
Hat sich der Tumor bereits
ausgedehnt?
Welche Therapie ist für mich
die richtige?
Wie soll ich mich
entscheiden?
Was sollte man
außerdem tun?
Wer kann mir weiter helfen?
Die Partin-Tabellen
Erklärung von
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Prostatakrebs - Was nun?

Lieber Patient,
Ihr Arzt hat bei der Untersuchung Ihrer Prostata Krebs festgestellt. Schock, Angst, Niedergeschlagenheit und Verstörtheit sind vermutlich die ersten Gefühle, die diese Diagnose bei Ihnen ausgelöst hat. Wahrscheinlich sind Sie völlig unvorbereitet auf diese Situation und wissen nicht, wie Sie Ihre Lage einschätzen sollen und was die Krankheit für Ihre Zukunft bedeutet. In dieser schwierigen Lebenssituation sollen Sie auch noch eine Entscheidung treffen, die für den Rest Ihres Erdendaseins Ihr Leben beeinflussen wird: Für welche Therapie sollen Sie sich entscheiden?
Mit diesen Gefühlen stehen Sie nicht alleine da. In Deutschland erkranken jährlich rund 32.000 bis 38.000 Männer neu an Prostatakrebs. Damit ist der Krebs der Vorsteherdrüse in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes.
Wir möchten Ihnen Mut machen, denn die Diagnose Prostatakrebs ist kein Todesurteil. Statistiken belegen, dass der Prostatakrebs zu den Krebsarten mit den höchsten Überlebensraten zählt. Frühzeitig erkannt sind die Chancen auf dauerhafte Heilung inzwischen sehr gut. Dank moderner Therapiemöglichkeiten kann man auch in fortgeschrittenem Stadium mit dem Krebs leben, ihn häufig lange unter Kontrolle halten und mit ihm, nicht an ihm sterben.
Wichtig ist jetzt, dass Sie zusammen mit den Sie behandelnden Ärzten eine Entscheidung erarbeiten und die Frage klären: "Wie soll der Prostatakrebs bei mir behandelt werden?" Lassen Sie sich ausreichend Zeit für die Beantwortung dieser Frage. Informieren Sie sich umfangreich über Wirkungen, Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der verschiedenen Therapiemaßnahmen. Das Prostatakarzinom ist normalerweise ein langsam wachsender Krebs. Sie sind also nicht gezwungen, vorschnell eine Therapieentscheidung zu treffen. Sprechen Sie mit Ärzten, die für die verschiedenen Therapieoptionen Spezialisten sind. Sprechen Sie mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe. Bitten Sie Ihre Berater um Informationsmaterial und lernen Sie Ihre Krankheit kennen. So können Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens am Ende dieses Prozesses die für Sie richtige Therapie auswählen.

  Wolfgang Petter
Vorsitzender des Bundesverbandes
Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.