Übersicht
Prostatakrebs - Was nun?
Die Lage der Prostata
Welche Funktion hat die
Prostata?
Warum entsteht
Prostatakrebs?
Wie kann man Prostata-
krebs behandeln?
Wie weit ist der Krebs
fortgeschritten?
Wie aggressiv ist der Krebs?
Hat sich der Tumor bereits
ausgedehnt?
Welche Therapie ist für mich
die richtige?
Wie soll ich mich
entscheiden?
Was sollte man
außerdem tun?
Wer kann mir weiter helfen?
Die Partin-Tabellen
Erklärung von
Fachausdrücken
Das TNM-System
Nützliche Adressen
Impressum
Ratgeber herunterladen
Erklärung von Fachausdrücken

Einige Fachausdrücke werden auch in anderen Zusammenhängen genutzt. Die hier genannten Erklärungen beziehen sich auf das Thema Prostatakarzinom.

adjuvante Therapie
eine die Operation oder Strahlentherapie unterstützende bzw. begleitende Therapie, die das Risiko eines Rückfalls minimiert

Androgene
männliche Geschlechtshormone (z.B. Testosteron)

Antiandrogene
Substanzen, die die Wirkung männlicher Geschlechtshormone an ihren Bindungsstellen blockieren und so deren Wirkung in der Prostata verringern bzw. aufheben

Bicalutamid
Wirkstoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antiandrogene

Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe

Brachytherapie
Methode der Strahlentherapie; die Strahlenquellen (Seeds) werden direkt im Tumor platziert

Chemotherapie
Behandlung mit Zellgiften (Zytostatika), um Tumorzellen abzutöten oder am Wachstum zu hindern

Chirurgische Kastration
Operative Entfernung der Hoden

Computertomographie (CT)
spezielle Röntgenuntersuchung, bei der die Röntgenstrahlen die Organe in Schichten durchleuchten; ein Computer stellt aus den dabei gewonnenen Aufnahmen Querschnittsbilder der Organe her

Cyproteronacetat
Wirkstoff aus der Gruppe der steroidalen Antiandrogene

Erektile Dysfunktion (ED)
Impotenz; Fähigkeit zur Versteifung des Gliedes ist beeinträchtigt

Erektion
Versteifung des männlichen Gliedes

Fernmetastasen
Metastasen, die weit entfernt vom Muttertumor liegen

Gestagene
weibliche Geschlechtshormone

Gleason Summe
weltweit übliche Unterscheidung des Tumorgewebes nach Punktwerten von 2 bis 10; ein Wert von weniger als 7 spricht für eine günstigere, einer von 7 und mehr für eine schlechtere Prognose

Grading
Beurteilung des Grades der Bösartigkeit von Tumoren nach bestimmten Bewertungskriterien

Gynäkomastie
gutartige Vergrößerung der Brust

Harninkontinenz
unwillkürlicher Harnverlust

Hormone
Botenstoffe des Körpers, die in Drüsen produziert werden; sie gelangen über die Blut- oder Lymphbahnen an ihren Wirkort

Impotenz
erektile Dysfunktion; Fähigkeit zur Versteifung des Gliedes ist beeinträchtigt

Inkontinenz
unwillkürlicher Harn- oder Stuhlverlust

Karzinom
Krebsgeschwulst; bösartiger Tumor

Kattan-Nomogramm
Wahrscheinlichkeitstafeln, die die Chance auf Tumorfreiheit durch Operation oder Bestrahlung für die nächsten 5 bzw. 7 Jahre abschätzen

Kernspintomographie
bildgebendes Verfahren auf Basis elektromagnetischer Schwingungen; es stellt Strukturen mit hoher Auflösung dar und liefert präzise Schnittbilder

Krebs
bösartige Geschwülste

Laparoskopie
"Schlüssellochtechnik" bei der Operation

LHRH
L uteinisierendes- H ormon- R eleasing- H ormon; Botenstoff des Zwischenhirns

LHRH-Analogon
Medikament, das in den Hormonregelkreis eingreift und so die Bildung von Testosteron stoppt

Libido
(lat.: Begierde, Wolllust) Geschlechtstrieb

Lymphknoten
befinden sich an zahlreichen Stellen des Körpers und filtern das Gewebswasser einer Körperregion

MAB - Maximale Androgenblockade
Kombination eines LHRH-Analogons mit einem Antiandrogen

Medikamentöse Kastration
Ausschaltung der Testosteronproduktion mittels Medikamenten (LHRH Analoga)

Metastasen
Tochtergeschwülste eines bösartigen Tumors

Neoadjuvante Hormontherapie
wird in einigen Fällen vor der Operation oder Bestrahlung eingesetzt, um die Prostata bzw. den Tumor zu verkleinern

nichtsteroidale Antiandrogene
Antiandrogene, die nicht auf Hormonen (Steroiden) beruhen

Östrogen
weibliches Geschlechtshormon

Onkologe
Arzt, der sich auf die Therapie von Krebserkrankungen spezialisiert hat

Osteoporose
Knochenabbau; Verminderung des festen Knochengewebes

Partin-Tabellen
Wahrscheinlichkeitstafel, mit deren Hilfe das Risiko der Tumorausdehnung über die Prostata hinaus berechnet wird

Pathologe
Arzt, der sich auf die Untersuchung von Gewebeproben spezialisiert hat

Potenz
es gibt zwei Arten der Potenz:
a) Fähigkeit, den Geschlechtsakt auszuüben
b) Fähigkeit, Kinder zu zeugen

Prostata
(dt.: Vorsteherdrüse) eine walnussgroße Drüse, die unterhalb der Blase liegt und den oberen Teil der Harnröhre umschließt

Prostatakapsel
Kapsel, welche die Prostata umschließt

Prostatakarzinom
Krebs der Prostata

PSA
P rostata S pezifisches A ntigen; von der Prostata gebildeter Eiweißkörper, dessen Konzentration im Blut messbar ist

PSA-Verdoppelungszeit
Zeitangabe, in der sich der PSA-Wert verdoppelt

radikale Prostatektomie
Operation, bei der die Prostata komplett entfernt wird

Rezidiv
Rückfall / Wiederauftreten der Erkrankung

Samenbläschen
liegen seitlich der Prostata unter der Harnblase; produzieren einen Teil der Samenflüssigkeit

Seeds
(engl.: Samenkörner) Kapseln mit einer radioaktiven Substanz, die direkt in die Prostata gepflanzt werden; sie bleiben im Gewebe und geben die Strahlung nach und nach ab

Skelettszintigraphie
Untersuchungsmethode, bei der eine radioaktive Substanz in die Blutbahn gespritzt wird, die sich bevorzugt in krankhaft veränderten Knochenbezirken absetzt; mit Hilfe einer Kamera können diese Bezirke sichtbar gemacht werden

Staging
Festlegung der Ausbreitung eines Tumors nach bestimmten Kriterien

steroidale Antiandrogene
Antiandrogene, die auf Hormonen basieren

Strahlentherapie
Anwendung energiereicher Strahlen zur Behandlung von Tumorerkrankungen

Stuhlinkontinenz
Unwillkürlicher Stuhlverlust

Testosteron
männliches Sexualhormon, das hauptsächlich in den Hoden, aber auch in den Nebennieren und der Leber gebildet wird

Thromboembolie
Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen Blutpfropfen (Thrombus)

TNM-System
Einteilung bösartiger Tumore nach ihrer Ausbreitung

transrektal
durch den Enddarm

transurethral
durch die Harnröhre

transrektaler Ultraschall (TRUS)
Ultraschalluntersuchung, bei der eine Spezialsonde in den Enddarm eingeführt wird, um so die Prostata sichtbar zu machen

Tumor
Unkontrolliert wachsende Zellwucherungen, die im gesamten Körper auftreten können

Urologe
Arzt, der sich auf die Harnorgane und ihre Erkrankungen spezialisiert hat

WHO-Differenzierungsgrad
Unterscheidung des Tumorgewebes nach Punktwerten (üblicher ist die Gleason Summe)

Zytostatika
Zellgifte, die im Rahmen der Chemotherapie zur Hemmung des Tumorwachstums eingesetzt werden

5-alpha-Reduktase-Hemmer
Wirkstoff, der hauptsächlich bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata eingesetzt wird, um das Wachstum der Prostata zu verhindern