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| Wie soll ich mich entscheiden? |
Lassen Sie sich Ihr persönliches Risikoprofil
und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Tumor noch auf die Prostata beschränkt
ist, (z.B. an Hand der Partin-Tabelle) von Ihrem Urologen erläutern.
Bei
eher ungünstigen Voraussetzungen und fortgeschrittenem
Tumorstadium sollte eine sofortige Hormontherapie durchgeführt
werden. Bei eher günstigen Voraussetzungen ist die Verfassung, Vorgeschichte
und Lebenssituation entscheidend für die Wahl der geeigneten Behandlung.
Sowohl mit der Strahlentherapie als auch der operativen Entfernung der Prostata
kann bei entsprechenden Voraussetzungen häufig eine Heilung des Prostatakarzinoms
erreicht werden. Mit einer "Wait and See"-Strategie (ohne Therapie abwarten
und beobachten) oder mit einer alleinigen Hormontherapie wird die Erkrankung
nicht geheilt. Es gibt jedoch durchaus individuelle Situationen (hohes Alter,
schwere zusätzliche Erkrankungen, ausdrücklicher Wunsch des Patienten),
in denen diese beiden Optionen auch bei lokal begrenzten Tumoren eingesetzt
werden können. Das Alter des Patienten spielt für Therapieentscheidungen
selbstverständlich
eine große Rolle. Dennoch lässt sich in der Medizin keine starre
Altersgrenze festlegen, unter oder über der eine bestimmte Therapie nicht
in Frage käme.
Bei der Entscheidung für oder gegen einen großen operativen Eingriff
beim Prostatakarzinom wird vielmehr eine Lebenserwartung von ca. 10 Jahren
gefordert. Grob vereinfacht gilt demnach als "jüngerer Patient" ein Mann
unter 70 Jahren.
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